Passend zum Artikel über die Top-Games 2010 habe ich meine Kollegen gebeten, Ihre derzeitigen Computer- und Videospielefavoriten zu nennen. Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass ich von StarCraft 2-Empfehlungen erschlagen werde, denn immerhin ist dieses Spiel der Grund dafür, dass seit drei Wochen bei jeder Gelegenheit Funktionen, Strategien und Taktiken besprochen werden und einige Kollegen regelmäßig nach Feierabend am Rechner bleiben, um noch ein paar Stunden zusammen gegen Terraner, Zerg und Protoss in den Kampf zu ziehen. Doch herausgekommen ist ein bunter Mix von Highlights über alle Genre- und Systemgrenzen hinweg. Hier also die Spieleempfehlungen der Schottenland-Mitarbeiter.
Andreas, SEO:
„Ich habe mal wieder Mafia rausgekramt, auch weil Mafia II ja demnächst erscheint. Die Grafik ist inzwischen sicher angestaubt, aber die Dichte der Story und das ganze Feeling im Spiel sind nahezu unerreicht (nur Deus Ex kann da für mich mithalten).
Auch bot das Spiel einige Freiheiten, so musste man nicht zwingend alle Missionen mit einem Auto beenden, man konnte auch zu Fuß oder mit dem „ÖPNV“ zurück zur Basis. Einfach nur die sehr unterschiedlichen und liebevoll gestalteten Viertel zu erkunden, machte schon Spaß, wie danach erst bei späteren GTA-Titeln.“
René, Account Manager:
„Meine Empfehlung: Hearts Of Iron 2 – für mich eines der coolsten Echtzeitstrategiespiele überhaupt. Auch wenn es schon viele Spiele gab, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind, ist hier das Interessante, dass man nicht einzelne Kriegsschauplätze oder nur die Alliierten oder Achsenmächte spielt, sondern man wirklich jede Nation wählen kann (z.B. Spanien, Jugoslawien, Finnland).
Der Reiz des Spiels ist nicht seine Grafik, sondern die Idee alles anders zu machen – sei es, dass man als Deutschland verbündet mit Jugoslawien, Spanien und anderen Ländern in den Krieg gegen den Rest der Welt zieht oder man nicht erst 1940 gegen Frankreich zieht sondern direkt nach dem Polenfeldzug. Interessant ist auch der Technologiebaum, man erforscht nicht einfach nur Einheiten, sondern man kann sich auch Gedanken über die Infrastruktur machen (so kann man die synthetische Ölherstellung schon 1939 komplettieren um die Abhängigkeit vom Öl zu Verringern).
Das Spiel hat für mich einen sehr großen Wiederspieleffekt (ich spiele es nun schon seit über drei Jahren immer wieder), dazu es gibt eine riesen Fan-Gemeinde, die immer wieder Verbesserungen und Mods rausbringen. Es ist super umfrangreich und daher nichts für’s Spielen zwischendurch.“
Steffen, Entwickler:
„Vor ein paar Tagen kam ich aus dem Urlaub wieder. Was liegt da bei uns im Büro? Ein iPad. “Sofort ausprobieren” ist mein erster Gedanke. Also aktiviere ich das Teil und es lächelt mich ein Spiel an: Flight Control HD.

Da hatte wohl einer meiner Kollegen das Spiel unterbrechen müssen – Glück für mich. Was soll ich euch sagen: Die einfachsten Spielideen sind doch oft die Besten. Wie da die verschiedenen Flugzeuge und Helikopter unbarmherzig ihre Runden drehen und man selber versucht den Überblick zu behalten und alle heil runter zubringen. Dazu die wirklich tolle Steuerung (die natürlich an ein Gerät mit Touchscreen gebunden ist). Herrlich! Da werde ich wohl in den nächsten paar Tagen einen Teil meiner Mittagspause opfern müssen. Suchtgefahr!“
Mike, Produktmanager:
„Mass Effect 2, der zweite Teil der erfolgreichen Trilogie, ist mein Spiel des Jahres 2010. Der zweite Teil ist im Gegensatz zum ersten etwas weniger ein Rollenspiel geworden und setzt dafür verstärkt auf Action. Apropos erster Teil, wer diesen durchgespielt hat, kann und sollte seinen Charakter in den zweiten Teil übernehmen. Neben Geld, in Form von Rohstoffen, kann sich der Spieler eine zusätzliche Eigenschaft aussuchen. Des weiteren trifft man auf viele alte Bekannte, die einem den einen oder anderen Auftrag zustecken. Super gefällt mir, dass ich die Story in Mass Effect 2 durch meine Entscheidungen, die ich im ersten Teil getroffen habe, verändern kann. Neben der wunderschönen Grafik, an der man einfach viel zu oft nur vorbei läuft, gefällt mir die wundervolle Atmosphäre. Und die Story ist einfach Science Fiction pur!
Alles in allem lautet mein Urteil: es ist schön, es ist witzig, es ist spannend und macht einfach Spaß.“
Marco, Cooperation Manager:
„Mein Tipp ist schon etwas älter, ich bin aber erst durch meine neue PSP go auf den Titel aufmerksam geworden: LocoRoco. Sony demonstriert wie man aus einer simplen Drei-Tasten-Steuerung, Bonbon-Grafik und stimmungsvollem Soundtrack ein süchtig machenden Hit strickt. Man steuert einen kompletten Planeten, um einen LocoRoco ins Ziel zu bringen und auf dem Weg dahin weitere einzusammeln. Mit den Schultertasten neigt man die Spielebene nach rechts und links, ein Druck auf beide Schultertasten lässt LocoRoco hüpfen, mit einer weiteren Taste kann man den LocoRoco befehlen, sich zu teilen oder zu vereinen – das war’s. In jedem Level gibt es 19 LocoRoco zu entdecken, dazu noch einige Boni. Hört sich einfach an? Ist es anfangs auch, doch in jedem Level alle LocoRocos zu entdecken ist eine echte Herausforderung. Und seitdem auch meine Freundin das Spiel für sich entdeckt hat, heißt es bei uns nur noch: “Gleich Schatz, nur einen Level noch. Dann kannst Du wieder.”“
Micha, Entwickler:
„Wer Spiele wie Diablo mag, aber auch sehr gerne Ego-Shooter spielt, der wird mit Borderlands viel Spaß haben. Die Rollenspielelemente sind, ähnlich wie bei Diablo, nicht so ausgeprägt wie bei einem richtigen Rollenspiel und auch der Shooter-Anteil ist recht arcadelastig. Deshalb fällt der Einstieg sehr leicht und es ist, dadurch dass man die vergebenen Fertigkeitspunkte jederzeit zurücksetzen lassen kann, unmöglich sein Alter Ego zu “verskillen”.
Die Aufträge sowie deren Belohnungen sind nicht sonderlich abwechslungsreich, genauso wie die Gegner. Dennoch macht das Spiel sehr viel Spaß. Das liegt zum Beispiel an der riesigen Zahl an Gegenständen die man finden kann (laut Gearbox über 17.750.000 Waffen allein im Basisspiel), was einen antreibt immer wieder nach besseren zu suchen. Außerdem zeichnet sich das Spiel durch seinen gelungenen, durch Seitenhiebe auf diverse Filme gespickten und teils schwarzen Humor aus.
Vor allem aber gefällt der kooperative Spielmodus, bei dem man mit bis zu drei Mitspielern gemeinsam gegen die Gegnerscharen antreten kann. Borderlands ist gewiss nichts für jeden und wird auch nicht auf ewig begeistern können, aber es macht für eine ganze Weile viel Spaß, vor allem im Team.“
Aicke, Frontend-Developer:
„Trackmania ist ein nettes Spiel für zwischendurch, weil es schnell startet, jede Runde nur wenige Minuten dauert, es auch auf älteren Rechnern noch flüssig läuft und vor allem zu jeder Zeit Mitspieler online sind auf Grund der Vielzahl von Servern. Das Suchpotential ist allerdings recht hoch, da man meistens schnell weiß, an welcher Stelle man noch besser fahren könnte und die Strecke so perfekt wie möglich fahren möchte. Frustrierend sind jedoch die Ranglistenpositionen, die man bei gelegentlichem Spielen erreichen kann. Wer unter den besten 10.000 Spielern weltweit dabei sein möchte muss Trackmania jeden Tag spielen.
Wer keinen Wert auf die weiteren Spielmodi, ausgefallene Fahrzeugmodelle und sonstige Extras legt, kann das Spiel kostenlos spielen.“
Steffen, Geschäftsführer:
„Als Battlefield-Veteran der ersten Stunde schau ich natürlich ab und an bei den Jungs der Bad Company 2 vorbei. Herausragend, endlich kann man seine Umgebung (fast) komplett zerlegen. So kann ich immer mal schnell ein Runde in die “Realität” entfliehen, wenn ich genug von Zerglingen, WBFs und Hetzern habe.“
So viel zu den Favoriten im Schottenland. Welches Spiel könnt ihr uns noch empfehlen? Spielt ihr aktuelle Spiele oder habt ihr auch Klassiker, die immer wieder ausgegraben werden? Wir freuen uns auf eure Kommentare!
Top PC-Spiele 2010…
Redaktion 2010-08-18 10:33:37…